"You're only given a little spark of madness. You mustn't lose it." - Robin Williams
05. Januar 2010
Kino:
Gamer

von baumgarf | 17:37 | kommentieren

Gamer 1 von 10 USA 2009, 95 min., FSK 18

Regie: Mark Neveldine, Brian Taylor
Drehbuch: Mark Neveldine, Brian Taylor
Kamera: Ekkehart Pollack
Musik: Robb Williamson, Geoff Zanelli
Darsteller: Gerard Butler, Michael C. Hall, Amber Valetta, Kyra Sedgwick, Logan Lerman, Alison Lohman

Homepage, imdb

Nach etwa dreißig Minuten (gefühlten sechzig Minuten) liefert der Film eine Szene ab, die zu diesem Zeitpunkt so ziemlich genau beschrieb, wie ich mich fühlte: einer Kombatantin wird von einer Panzerfaust der Kopf weggerissen. Während sie aber alles hinter sich hatte, musste ich noch eine weitere Stunde an Stumpfsinn nicht zu überbietendes, belichtetes Zelluloid über mich ergehen lassen (nein, ich gehe aus Prinzip nicht aus einem Film, auch wenn es sich schon mehr als einmal gelohnt hätte (ich weiß, selbst schuld)).

Schlimm genug, dass sich der Film trotz seiner recht kurzen Laufzeit zog wie Kaugummi, aber noch ärgerlicher empfand ich, dass die kurz angedeutete Gesellschaftskritik (Menschen sind böse, weil sie zum Tode Verurteilte durch *technobabbel* fernsteuern können - das ultimative Killerspiel eben - und danach süchtig geworden sind) ad absurdum geführt wird, weil diese "Spiel"-Szenen nicht nur einmal, nicht zweimal, sondern gleich viermal über den Zuschauer hereinbrechen, natürlich in Großaufnahme und mit literweise Körperflüssigkeiten (wenn es nicht so ein dämliches Wortspiel wäre, könnte man sagen, dass sie sich geradezu daran weiden). Sofern man es erkennen kann (hatte ich schon die nervtötende Wackelkamera und die epileptische Schnittfolge erwähnt?)

Mehr dazu zu sagen wäre Pixelverschwendung. Außer: selten so einen Dreck gesehen (nochmal drüber zu schlafen hat an dieser Meinung auch nichts mehr geändert. Ein gutes Neues Jahr übrigens).

 
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