"You're only given a little spark of madness. You mustn't lose it." - Robin Williams
28. August 2007
Wackelpeter
 
Kommentare

# 1 von Cindy | 28.08.2007 | 22:03

Wahrscheinlich gibt es auch in Hollywood mittlerweile Quote für "anders befähigte". Ungeschickterweise hat ausgerechnet der mit Parkinson den Kamerajob bekommen...
Aber, ich finde dich sehr süß, wenn du dich aufregst, kicher...

# 2 von Etosha | 28.08.2007 | 22:10

Danke für den (quasi) Un-Tip. Aber warum dann 6/10?

Ähnliche Tobsuchtsanfälle bekomme ich bei Mitschnitten künstlerischer Darbietungen wie zB River Dance oder dem Cirque du Soleil. Keine zwei Sekunden kann die Bildregie bei einer Kameraeinstellung bleiben; wir müssen doch zeigen, was wir alles haben! Wix-wix!
Totaleinstellungen sind dabei eine Seltenheit. Wie schön, dass auch Kameras von der Decke hängen und die Riege von oben filmt, und wie schön, dass es auch Close-Ups gibt - aber muss die Szene sekündlich wechseln? Und warum darf ich die Darbietung nicht jener Totalen sehen, für die sie eigentlich choreographiert wurde?

# 3 von baumgarf | 29.08.2007 | 21:49

Und es scheint, Cindy, als ob die Zahl jener Kameraleute zunimmt. In "Transformers" hat man darauf auch nicht verzichtet. Wobei das hierbei nur noch der Tropfen auf dem heißen Stein war.

Eigentlich, Etosha, hätte der Film eine 9er-Wertung verdient. Einerseits mag ich die Bourne-Reihe (auch wenn der zweite Teil ebenfalls die nervöse Kamera geboten hat), der Protagonist ist eben ein Charakter mit Ecken und Kanten, die Handlung ist ansprechend, hintersinnig und vor allem anspruchsvoll, auch wenn der Aufhänger mit der Amnesie jetzt das Rad nicht neu erfunden hat; zudem ist die Besetzung der Filme durch die Bank sehr gut. Und auch trotz der Optik lässt sich all das noch wahrnehmen. Nur ist der Genuss des Films, zumindest für mich, durch die "Shake, Rattle and Roll"-Kamera stark getrübt. Deswegen 6/10.

Und das Problem mit Cirque du Soleil kenne ich nur zu gut. Vor schätzungsweise zwei oder drei Jahren hat das ZDF im Nachtprogramm (wo auch sonst) die Jubiläumsshow übertragen. Die Freude auf die Sendung war groß, allerdings habe ich nach ca. einer Viertel Stunde wieder abgeschaltet. Denn das Programm bestand hauptsächlich aus Interviews mit irgendwelchen Weggefährten der Artisten etc., während man im Hintergrund die Show laufen sehen konnte. Und wenn sie dann doch mal auf das Programm übergeblendet haben, dann so, wie du beschrieben hast: von oben, oder Gesichter in Nahaufnahme (man muss Emotionen sehen), oder sonstwie bescheuert. Jedenfalls konnte man von der Artistik definitiv nichts erkennen. Da war ich ähnlich angefressen.