"You're only given a little spark of madness. You mustn't lose it." - Robin Williams
30. Juli 2007
Kulturkampf
 
Kommentare

# 1 von Etosha | 30.07.2007 | 14:41

Wäre in solchen Situationen doch nur öfter eine Rolltreppe zur Stelle.

# 2 von baumgarf | 31.07.2007 | 02:53

Wenn im Falle einer jeden Scham eine Rolltreppe zur Stelle wäre, immer, jederzeit, für jeden Menschen, würden Städte und Dörfer aussehen wie Kraterlandschaften, nach heutigen Maßstäben völlig unbewohnbar werden, Rolltreppe an Rolltreppe, bis zum Horizont, ein ohrenbetäubender Lärm, ein Rattern, Quietschen, Klopfen, Schlagen, Hämmern. Es ergäbe sich zwangsläufig eine völlig andere Lebensweise, eine ganz neue Gesellschaftsstruktur. Die Menschen müssten sich daran gewöhnen, ihr Dasein auf Rolltreppen zu fristen, ihren Lebensinhalt darum zu bauen. So etwas wie Besitz wird es dann nicht mehr geben, denn wo soll ich mein Hab und Gut aufbewahren, wenn es im nächsten Moment vom Laufband weggetragen wird? Der Mensch wird nicht viel mehr sein Eigen nennen können, als was er am Körper trägt und tragen kann. Dadurch ergibt sich natürlich auch ein ganz anderes Verständnis von Wirtschaft und Arbeit. Was kann man auf Rolltreppen arbeiten? Wie funktioniert der Einzelhandel, da Lagerhaltung auf Rolltreppen kaum machbar sein dürfte? Oder einfacher, grundlegender, individueller gesehen: Wie isst man? Schläft man? Lebt man?

Nein, ich denke, das gedankliche Loch im Kopf ist vorzuziehen, so weiß man das gelegentliche Geschenk einer Rolltreppe besser zu würdigen.