"You're only given a little spark of madness. You mustn't lose it." - Robin Williams
27. Juni 2007
 
Kommentare

# 1 von Etosha | 28.06.2007 | 07:44

'Aber nur hinter vorgehaltener Hand.' Pfau, du bist bös. *kicher* Das Teufelszeug scheint dich ja auch nicht ganz unberührt gelassen zu haben.

Mit der Scheingelatine hab ich auch schon mal Bekanntschaft gemacht. Vielleicht ist ihr tiefstes essentiellstes Wesen so ätherisch, dass sie sich im insupportiven Milieu einfach in die Geisterwelt zurückzieht, aus der sie stammt?

# 2 von baumgarf | 29.06.2007 | 00:32

Ich und bös? Geh, das ist doch noch harmlos. Und ja, auch noch nach Jahren der Gelatinearbeit kann man mich noch immer mal wieder laut fluchen hören.

Ob sich die Gelatine nur deswegen scheinbar verhält, weil sie mit den Schwarten und Knochen, aus denen sie entsprungen ist, wiedervereint werden will, lässt sich wohl so ohne Weiteres nicht klären. Vielleicht mittels einer Seance? Gibt es überhaupt spezielle Medien, die nicht nur zu verstorbenen Menschen, sondern auch zu verbrauchten Schweine- und Rinderhälften Kontakt aufnehmen können?

# 3 von Claudia | 29.06.2007 | 17:04

Ja, die Gelatine hat ihre dunklen Seiten. Das hast du sehr treffend beschrieben.

# 4 von Etosha | 29.06.2007 | 19:12

So denn die Rinderhälfte ein eigenes Stück Seele hat, warum nicht? Vielleicht wollte sie ihrer besseren Hälfte noch irgendetwas wichtiges mitteilen und irrt seither im Zwischenreich der astralen Formen umher, ständig auf der Suche nach einem Tunnel, einem Zugang, um ihre Nachricht zu überbringen?

# 5 von baumgarf | 29.06.2007 | 20:12

@Claudia: Vielen Dank für die Blumen. Es scheint, als wäre ich nicht der Einzige, der seine liebe Mühe mit dem Zeug hat.

@Etosha: Könnte das der Grund für Phänomene wie Jesusbilder auf Toast sein? Wobei mir noch nicht bekannt war, dass auch in Toastbroat Rinderhälften verarbeitet sind. Und von Glückwünschen auf Geburtstagstorten dachte ich bisher, die kommen vom Konditor.

# 6 von SuMuze | 30.06.2007 | 13:17

Hm, ich meine mich dumpf zu erinnern, daß du auch mit etwas, das Aga Aga heißt, gelieren kannst. Zumindest ist der Mißerfolg damit der gleiche, und es ist rein pflanzlich, denn ich kenne kein Tier, das Aga Aga heißt und die Frau im Laden hat gesagt, daß es rein pflanzlich sei.
Bei Erdbeermarmelade hilft übrigens die Beigabe von Stachelbeeren, das schmeckt sogar besser und du wirst auch nicht so dick (wegen der Stacheln, glaube ich) davon. Du darfst nur nicht zu viel Stachelbeeremn nehmen, denn dann ißt das Zeugs niemand mehr und du mußt es selber essen, was rein gewichtsmäßig dann wieder ungünstig wäre.

# 7 von baumgarf | 30.06.2007 | 17:41

Hallo, SuMuze, willkommen in meinem kleinen Blog.

Stimmt, jetzt wo du's sagst, Agar-Agar (so heißt das Zeug wohl richtig) ist mir auch ein entfernter Begriff. Laut Wikipedia ist es sogar ein besseres und effektiveres Geliermittel als Gelatine, d.h. der Frustfaktor könnte sogar noch höher sein. :o)

Stachelbeeren gelieren Erdbeermarmelade? Man lernt nie aus. Bei uns kommt immer Rhabarber zu den Erdbeeren, wobei die Konsistenz am Ende als zähflüssig zu bezeichnen ist. Haben Stachelbeeren dann besonders viel Pektin? Und ich muss dir in einem Punkt widersprechen: reine Stachelbeermarmelade findet zumindest in diesem Haushalt ebenfalls reißenden Absatz.

# 8 von SuMuze | 30.06.2007 | 20:17

Ja, Rhabarber habe ich früher auch verwendet. Aber der Rhabarber steht bei uns im Garten direkt am Zaun. In Griffweite für Vorübergehende. Daher sind die Erträge eher belanglos.
Hm, reine Stachelbeermarmelade? Müßte ich mal ausprobieren. Ist die nicht hart wir Beton?
Die pimpeligen Wohlstandsbürger meiner primären Bezugsgruppe würden sicherlich die Nase rümpfen, aber da ich plane, sogar Brennesseln dem Speiseplan zuzuführen, wäre das auch noch unterzubringen.

Buon appetito

# 9 von baumgarf | 01.07.2007 | 00:36

Sonderlich hart wird die Marmelade nicht, wenn ich das noch recht in Erinnerung habe, wobei das, glaube ich, auch immer auf die Beeren ankommt. Wir hatten beispielsweise einen Jahrgang Himbeermarmelade, die man meißeln musste, ein anderer Jahrgang floss beinahe wieder vom Brot runter.
Wer übrigens reine Stachelbeere nicht mag, kann den Beeren auch noch eine Banane spendieren.
Brennnesseln habe ich selbst auch noch nicht ausgetestet, grundsätzlich bin ich aber immer für Neues zu haben. Man kann schließlich erst dann sagen, ob man etwas mag oder nicht, wenn man es probiert hat.

# 10 von sumuze | 03.07.2007 | 14:08

Himbeeren gelieren aus Tradition (wirklich deswegen? na egal) sehr gut.

Und zum Ausprobieren: Fingerhut und Schirling wachsen so verlockend allenthalben. Ob ich mal einen Trank destilliere und, sagen wir, dem Postboten, dem Nachbarn, irgendwelchen Fremden, kredenze?

Ui, eine Banane bei den Stachelbeeren - wow. Naja, solange es nicht schmeckt wie Bier mit Banane (pre-drunk beer) will ich nicht meckern, sondern mich für den Tipp artig bedanken.

# 11 von baumgarf | 03.07.2007 | 15:30

"Wollen sie etwas von dem Schierlingstrank probieren?"
"Danke, aber bitte nur einen Fingerhut voll."
(sorry, der musste jetzt sein)

Ich muss gestehen, ein Bananenweizen alle paar Jubeljahre finde ich gar nicht schlecht. Was gar nicht geht ist ein Colaweizen. Wie hat man es mir gegenüber einmal auf gut schwäbisch formuliert: "Hasch'n Balle und kansch nedd schlafe." (für die Nichtschwaben: "Bist besoffen und kannst nicht schlafen.")