"You're only given a little spark of madness. You mustn't lose it." - Robin Williams
01. Mai 2007
Mysterien des Alltags (VIII)
 
Kommentare

# 1 von Ralf | 01.05.2007 | 23:38

Wenn es stimmt was ich mal in einem der zahlreichen Erste-Hilfe- und Sanitätskurse gehört habe, gibt es den Unterschied zwischen Retten und Bergen erst seitdem es Funkgespräche gibt. Man wollte damit quasi verschleiern ob die Opfer noch am leben sind oder nicht, da man davon ausging das der Funk abgehört wird.
Ob das so richtig ist, kann ich nicht sagen. Hatte es nur mal als Erklärung so gehört.

Bergen hat ursprünglich die Bedeutung etwas zu besitzen bzw. in seinen Besitz zu bringen (Ausborgen = sich etwas leihen; beherbergen = zeitweise auf etwas aufpassen; etwas bergen = etwas an sich nehmen; "das Vorhaben birgt gewisse Risiken = das Vorhaben hat gewisse Risiken).
Sich geborgen fühlen bringt also zum Ausdruck das man sich zu etwas oder jemanden dazugehörig fühlt. "Ich fühle mich bei dir geborgen = Ich fühle mich zu dir dazugehörig). Von daher hat das Wort "Bergen" keine so negative Bedeutung wie es in deinem Beispiel von Retten und Bergen den Anschein hat.

# 2 von ramses101 | 02.05.2007 | 11:50

Mal angenommen, man wird lebend geborgen, ist das doch keine unangenehme Situation? Wer geborgen wurde, fühlt sich danach doch zu Recht geborgen.

# 3 von baumgarf | 04.05.2007 | 12:12

Ich denke, mein Problem ist dasjenige, das Ralf oben angesprochen hat. Ich selbst war jahrelang Mitglied in einer Freiwilligen Feuerwehr, und da ist mir dann die Unterscheidung von "Retten" und "Bergen" in Fleisch und Blut übergegangen. Wobei sie für mich durchaus Sinn ergibt.

Und ramses, natürlich hat derjenige, der geborgen wurde, das Recht, sich geborgen zu fühlen. Ob er sich dann allerdings geborgen fühlt, ist eine andere Frage (ich liebe Zweideutigkeiten).