"You're only given a little spark of madness. You mustn't lose it." - Robin Williams
14. Januar 2007
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Kommentare

# 1 von Cindy | 18.01.2007 | 19:04

Eine wilde Mischung, ich kann keine klare Linie erkennen. Deine Empfehlungen bei amazon würde ich mal gerne sehen. Allerdings scheint es, als könntest du dich nicht besonders für deutsche Literatur erwärmen, verständlich, wie mir scheint. Eine tolle Ausnahme übrigens "Die Leute von Seldwyla" von Gottfried Keller, absolut lesenswert und wirft die Frage auf, weshalb man in der Schule immer "Kleider machen Leute" lesen muss, bei der genialen Auswahl.
Gibt es eigentlich einen Baumgarf'schen Kanon?

# 2 von baumgarf | 18.01.2007 | 21:50

Natürlich ist da eine klare Linie zu erkennen: Ich lese das, was mich interessiert bzw. interessant klingt. Warum allerdings deutsche Literatur so schwach vertreten ist, kann ich eigentlich auch nicht sagen. Dabei habe ich sogar im Schulunterricht (und das will was heißen) einige Bücher durchaus gerne gelesen, z.B. Jurek Beckers "Bronsteins Kinder" oder Hesses "Unterm Rad", also verdorben wurde mir da deutsches Buchgut nicht, zumindest nicht grundsätzlich. In meinem HUB (derzeit rund 40 Bücher) liegen aber noch einige Romane von Walser und Hesse, muss zu meiner Ehrenrettung einmal gesagt werden.
Und einen Kanon? Hmm, schwer, welche Bücher man unbedingt zu lesen empfehlen würde, immerhin variiert das Interesse von Leser zu Leser, und seinen eigenen Geschmack als non plus ultra anzubiedern ist ziemlich anmaßend. Aber von den obigen Büchern würde ich auf alle Fälle "Never Let Me Go" von Kashuo Ishiguro, "Set This House in Order" von Matt Ruff und "The Confessions of Max Tivoli" von Andrew Sean Greer empfehlen. Eigentlich auch noch Paul Auster, wobei ich weiß, dass mit ihm so manche ihre Probleme haben, nachdem sie mit dessen Büchern (wohl hauptsächlich "Moon Palace") im Englischunterricht gequält konfrontiert wurden. Ganz allgemein empfehle ich übrigens noch "Rosencrantz und Guildenstern Are Dead" von Tom Stoppard, ein herrlich absurdes Theaterstück (Hamlet-Kenntnisse schaden übrigens nicht), das ich vergangenes Jahr mindestens drei Mal gelesen habe.