"You're only given a little spark of madness. You mustn't lose it." - Robin Williams
04. April 2005
Partikulär

von baumgarf | 15:51

Und wenn ich noch einmal das Wort "Feinstaub" höre, bekomme ich ein Magengeschwür. Und vor allem die ungerechtfertigten Vorwürfe gegenüber Industrie, Bund und Länder, die von der EU-Richtlinie völlig überrascht wurden. Vier Jahre reichen einfach nicht aus, um sich gebührend auf diesen Kulturschock vorzubereiten. Zumindest nicht in Deutschland. Zudem scheint die EU nicht begriffen zu haben, dass die zwangsweise Einführung von Rußpartikelfiltern Myriaden von Arbeitsplätzen in der deutschen Autoindustrie kostet (keine Ahnung, wie das die Franzosen bewerkstelligt haben, die schon seit vier Jahren – und freiwillig – Autos mit solch einem Filter anbieten; aber sind ja auch nur 60 Millionen Franzosen gegenüber 80 Millionen Deutscher, vielleicht liegt's daran).

Der Rußpartikel-MundschutzDabei gäbe es eine Lösung, die sogar Arbeitsplätze schaffen würde. Der Rußpartikel-Mundschutz für jeden einzelnen Bürger (und die Idee ist noch nicht einmal neu, in asiatischen Industriestaaten ist diese Methode schon gang und gäbe). Bei der benötigten Menge könnte man kurzerhand Tausende von Arbeitsplätzen schaffen. Die Krankenkassen würden weniger belastet. Der Rußpartikel-Mundschutz für TiereDie EU-Richtlinie wäre umgesetzt, schließlich hätte man ja den vorgeschriebenen Filter (wenn auch an anderer Stelle). Blühende Landschaften allendhalben. Und schmutzige Worte ließen sich damit auch noch ausfiltern, die weiter zur Verschmutzung der Umwelt beisteuern würden. Weltfrieden.

In einer zweiten Welle könnte man dann sogar Tiere mit diesem Filter ausrüsten, den auch die sind vom Feinstaub betroffen, doch redet darüber bislang noch niemand, auch wenn der Tierschutz inzwischen im Grundgesetz verankert ist.

Na, wie wär's, Industrie? Dann könnte man sich auch die Herstellung und den Einbau des Rußpartikelfilters in Dieselfahrzeug sparen, der sowieso nur die Rendite schmälern würde.