"You're only given a little spark of madness. You mustn't lose it." - Robin Williams
09. Januar 2005
Ray

von baumgarf | 03:14

"Und vergiss nicht: Lass dich von nichts und niemanden zum Krüppel machen."

RayAls 17jähriger kommt Ray Charles Robinson, erblindet im Alter von sieben Jahren, aus Florida nach Seattle, um als Pianist und Songwriter bekannt und berühmt zu werden. Immer die mahnenden Worte seiner Mutter im Ohr, wird er zunächst von angeblichen Freunden ausgenutzt, bis sich durch einen Vertrag mit Atlantic Records auch die ersten Erfolge einstellen. Bald findet er auch seine wahre und einzige Liebe. Doch mit dem immer größeren Ruhm und den damit einhergehenden Verpflichtungen kommen auch die Drogen und zahlreiche Seitensprünge, die seine Familie und ihn selbst zu zerbrechen drohen.

Beeindruckend. Ich hätte mir den Film bei weitem nicht so gut vorgestellt, aber "Ray" hat mich wirklich in positiver Hinsicht überrascht. Jamie Foxx liefert eine brilliante Vorstellung, die alleine schon das Geld wert ist. Schon nach kurzer Zeit hat man vergessen, dass da oben auf der Leinwand tatsächlich nur ein Schauspieler und nicht Ray Charles höchstselbst agiert. Gezeigt wird sein Aufstieg vom 17jährigen Jungen bis zu seinem absoluten Höhepunkt Mitte der 60er Jahre. Dabei vermeidet der Film jegliche Glorifizierung und Wertung, die Schattenseiten seines Leben werden ebenso beleuchtet wie der Erfolg. Dem Zuschauer selbst bleibt letzten Endes ein endgültiges Urteil über die Person Ray Charles' überlassen. Untermalt von einem ausgezeichneten Soundtrack, kann man den Streifen jedem nur ans Herz legen - vorausgesetzt, man mag diese Art von Musik.

(USA 2004, 152 min., FSK 12; R: Taylor Hackford, D: Jamie Foxx, Kerry Washington, Regina King, Clifton Powell, Harry Lennix, Bokeem Woodbine, Sharon Warren, Curtis Armstrong, Richard Schiff, David Krumholtz; Film auf imdb)