"You're only given a little spark of madness. You mustn't lose it." - Robin Williams
13. Dezember 2004
Die Unglaublichen - The Incredibles

von baumgarf | 01:45

"Showtime."

Die UnglaublichenMan hat's nicht leicht als Superheld: Kaum rettet man einen Selbstmörder vor dem Freitod, schon wird man wegen seelischer Grausamkeit von dem eben noch Geretteten verklagt. Und da sich die Klagen häufen, verbietet die Regierung kurzerhand sämtliche Superheldentätigkeiten. Fünfzehn Jahre später fristet Mr. Incredible alias Bob Parr ein tristes Leben als Versicherungskaufmann und steckt mitten in der Midlife Crisis, seine Frau Helen, ehemals Elastigirl, gibt die brave Hausfrau und die Kinder drücken artig die Schulbank. Doch Bob erhält von einer schönen Fremden die Möglichkeit, wieder den Superhelden zu geben - eine Falle, wie Bob nur zu spät erfahren muss. Jetzt kann nur noch die Familie helfen.

Pixar ist immer wieder für eine Überraschung gut. Dachte man, ihren Erfolg könnten sie nach Monster AG und Findet Nemo nicht mehr steigern, muss man sich eines Besseren belehren lassen. "Die Unglaublichen" führt vor, wie eine richtige Superheld-trifft-James-Bond-Geschichte auszusehen hat - und das ohne Comicvorlage. Der Film strotzt vor Einfallsreichtum, Charaktertiefe, klasse Actionszenen und einer wirklich hintergründigen Story, nach ein paar Minuten hat man völlig vergessen, dass auf der Leinwand nur Computerwesen ihre Kreise ziehen. Alles in allem also ein Film, den man nur empfehlen kann. So sieht ein Oscargewinner aus.

(USA 2004, OT: The Incredibles, 115 min., FSK 6; R: Brad Bird, D: Markus Maria Profitlich, Kathrin Fröhlich, Kai Pflaume, Manuel Straube, Herbert Feuerstein, Felicitas Woll, Marco Iannotta, Mechthild Großmann, Barbara Schöneberger; Film auf imdb)