"You're only given a little spark of madness. You mustn't lose it." - Robin Williams
02. Dezember 2004
Die Vergessenen

von baumgarf | 02:54

"Es gibt schlimmere Dinge, als zu vergessen."
"Nein, gibt es nicht."

Die VergessenenVor 14 Monaten ist der neunjährige Sam bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. 14 Monate, seit denen Telly Paretta verzweifelt versucht, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, mit Hilfe von alten Fotoalben, Videoaufnahmen, ihrem Psychiater. Doch eines Tages ist alles anders: die Fotoalben sind leer, die Videokassetten gelöscht, ihr Mann und ihr Psychiater behaupten, sie hätte nie einen Sohn gehabt, sondern hätte sich alles nur eingebildet seit ihrer angeblichen Fehlgeburt. Sam scheint aus dem Gedächtnis sämtlicher Personen gelöscht, die je mit ihm Kontakt hatten. Doch kurz bevor sie selbst daran glaubt, durchzudrehen, findet sie eine weitere Person, der das gleiche Schicksal ereilt ist.

"Die Vergessenen" erinnert anfangs an einen Hitchcock-Film, im weiteren Verlauf immer mehr an eine aufgeblasene Akte-X-Folge. Klingt jetzt negativ, ist es aber nicht, denn der Film bietet die eine oder andere überraschende Wendung, hie und da ein gut platzierter Schockeffekt und genügend Fragen, die bis zum Ende interessiert halten. Außerdem wäre da noch die gute Darstellerriege und eine für meinen Geschmack gefällige Musikuntermalung. Wer auf Thriller mit Mystery-Einschlag steht, wird hier bestens bedient.

(USA 2004, OT: The Forgotten, 91 min., FSK 12; R: Joseph Ruben, D: Julianne Moore, Dominic West, Gary Sinise, Alfre Woodard, Linus Roache, Anthony Edwards; Film auf imdb)